Warum Wärmerückgewinnung?

Gute Luft ist wichtig, damit sich Menschen in überwiegend geschlossenen Räumen wohl- fühlen können. Sie ist eine wesentliche Voraussetzung für Gesundheit und Behaglichkeit, dient aber auch der Vermeidung von Bauschäden aufgrund dichter Bauweise. Die Wärmeschutzverordnung (WSVO 95) begrenzt durch ihre Vorgaben den Heizenergiebedarf für Wohnhäuser im Neubau. Hier wurde insbesondere auf eine dichte bauliche Hülle, dass heißt Dämmmaßnahmen Wert gelegt, um Wärmeverluste weitgehend zu vermeiden. Die neue Energieeinsparverordnung (EnEV), seit Februar 2002 in Kraft getreten, verschärft noch einmal die Anforderungen. Im Mittelpunkt steht der Primärenergieverbrauch für Beheizung/Warmwasser der Wohngebäude und für erforderliche Heiz- und Anlagentechnik (u.a. Lüftungsanlagen). Niedrigenergiebauweise wird zum Baustandard und damit der zulässige Jahresheizwärmebedarf im Vgl. zur WSVO 95 noch einmal um ca. 30% unterschritten.
Bedingt durch diese Entwicklung sind heutige Häuser im Neubau „warm angezogen“. Die notwendigen Luftwechsel zur Erhaltung der Bausubstanz und zum Wohlbefinden der Bewohner müssen aber ebenso sichergestellt werden. Die freie Fensterlüftung, als einfachste Form der Frischluftzufuhr, birgt insbesondere in der Heizperiode von Oktober bis April, enormes Wärmeverlustpotential. Lüftungswärmeverluste nehmen mittlerweile einen Anteil von über 50% an den Gesamtwärmeverlusten des Hauses ein. Kostbare Heizwärme und Energie einzusparen liegt in aller Interesse. Dies schont den Geldbeutel und unsere Umwelt. Deshalb ist eine Kontrollierte Wohnraumlüftung nicht nur sinnvoll, sondern Forderung unseres aktuellen Baustandards. Die Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnungbietet zusätzliche Nutzen. Wärme aus der Abluft wird gefiltert der kühleren Zuluft, z.B. über einen Kreuzstromwärmetauscher, übertragen. Dies mindert zum einen die Heizkosten der Wohnung bzw. des Wohngebäudes und erhöht gleichzeitig, durch permanenten Luftaustausch, den Wohnkomfort .
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